Swift

Swift ist eine offene Programmiersprache, mit der man tolle Apps für iOS, Mac, Apple TV und Apple Watch erstellen kann. Swift ist benutzerfreundlich, robust und intuitiv. Als neue Programmiersprache wurde Swift erst 2014 von Apple vorgestellt. Doch trotz des jungen Alters ist Swift schon erstaunlich ausgereift.

iPhone mit iOS im mobilen Einsatz

Foto von Jan Vasek / CC0

Swift ist eine schnelle und effiziente Programmiersprache, die sich nahtlos in bestehenden Objective‑C Code einbinden lässt. So ist es möglich, sicheren und zuverlässigen Code zu schreiben, Zeit zu sparen und Apps besser zu machen.

Als Entwickler erstelle ich neue Apps für iOS komplett in Swift. Dass ich nicht in Objective-C verwende, obwohl ich das vor einigen Jahren erlernt habe, dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Wirtschaftlichkeit

Zeit ist Geld. Als Entwickler verwende ich sehr viel Zeit für Fortbildung. Das ist dem rasanten technologischen Fortschritt geschuldet. Der Zeitaufwand, um eine Programmiersprache zu erlernen, ist in der Regel hoch.

Das liegt in der Regel weniger an der Sprache, sondern vielmehr an den vielen Werkzeugen und Softwarebibliotheken, die man zusätzlich zur Programmiersprache erlernen muss, wenn man leistungsfähige Softwareprodukte entwickeln möchte.

Zwar kann auch ich nicht in die Zukunft sehen, aber ich schätze den Markt und das technologische Umfeld so ein, dass es ein sinnvolles Investment sein wird, einige Wochen oder Monate darauf zu verwenden, um Swift zu erlernen.

Nach meiner Einschätzung wird Swift innerhalb von wenigen Jahren Objective-C in Bezug auf Popularität und Verbreitung den Rang ablaufen. Das bedeutet übrigens nicht, dass ich glaube, dass Objective-C völlig vom Markt verschwinden wird. Schon jetzt sind eine ganze Reihe von Indizien erkennbar, die für einen nachhaltigen Erfolg von Swift sprechen.

Rechtzeiger für iPhone, iPad & iPod touch

Rechtzeiger für iPhone, iPad & iPod touch wurde komplett mit Swift programmiert.

Werkzeuge für Swift-Entwickler

Apple, ein bekanntlich nicht ganz unbedeutender IT-Konzern, hat Swift kostenlos unter der Apache 2.0 Open Source Lizenz einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt. Apple stellt Binärdateien von Swift für macOS und Linux bereit, die Code für iOS, macOS, watchOS, tvOS und Linux kompilieren können.

Das sicherlich wichtigste Werkzeug, um Apps für iOS zu entwickeln, ist Xcode von Apple. Und Xcode beherrscht Swift bereits jetzt schon ausgesprochen gut, obwohl Swift erst wenige Jahre alt ist.

Drittanbieter bieten außerdem eine ganze Reihe von Werkzeugen auf dem Markt an, mit denen Entwickler spezielle Arbeitsaufgaben im Bereich der Programmierung erledigen können. Das kann beispielsweise ein Werkzeug sein, das auf Basis von Zeichnungen ausführbaren Programmcode in Swift erstellt, der skalierbare Vektorgrafiken erzeugt.

Nach meiner Beobachtung haben bereits viele Anbieter ihre Entwicklungswerkzeuge angepasst, so dass sie mit Swift kompatibel sind.

Swift Frameworks

Der Erfolg jeder Programmiersprache ist abhängig von der Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger und bezahlbarer Frameworks, also von Softwarebibliotheken, die vorgefertigte Lösungen für häufige Entwicklungsaufgaben enthalten. Gute Frameworks sparen Zeit und Geld.

Die zahlreichen Frameworks von Apple für macOS und iOS und andere Betriebssysteme sind voll kompatibel mit Swift und ausgezeichnet dokumentiert. Viele Entwickler haben ihre Open-Source-Frameworks bereits in Swift übersetzt und veröffentlicht. An guten Frameworks für Swift besteht kein Mangel.

Qualitative Aspekte

Die Qualität von Swift als Programmiersprache ist unter vielen Gesichtspunkten beeindruckend. Swift ist schnell, effizient und gut dokumentiert. Die Sprache ähnelt unter anderem Java und C, aber sie ist aus meiner Sicht einfacher und verständlicher als die meisten populären Programmiersprachen.

Mit der Menge an verfügbaren Tutorials, Lernhilfen und Büchern, um Swift zu erlernen, kann man jetzt schon ganze Bibliotheken füllen. Die Grammatik und Grundregeln von Swift sind einfach zu erlernen.

Nicht ganz so schnell und einfach zu erlernen, ist übrigens die Programmierung von anspruchsvollen Apps, die mehr beherrschen sollen als die Ausgabe von “Hello World”. Aber das liegt nicht an Swift, ganz im Gegenteil.

Historie und Status von Swift

Abschließend noch einige Hinweise zur Historie und zum aktuellen Status von Swift.

2014
Veröffentlichung von Swift bei der WWDC 2014. Mit der Entwicklung von Swift wurde bereits 2010 unter Leitung von Chris Lattner begonnen.

2015
Ankündigung von Swift 2 bei der WWDC 2015. Kurz vor Jahresende wird Swift von Apple unter der Apache 2.0 Open Source Lizenz einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt. Apple hat nach eigener Aussage eine Community geschaffen, in der die Nutzer direkt zum Swift Quellcode beitragen können.

2016
Ankündigung von Swift 3 bei der WWDC 2016. Swift 3.1 ist die aktuelle Version, um Apps für iOS 10 zu entwickeln und zu publizieren.

2017
Veröffentlichung von Swift 4 bei der WWDC 2017 in der vorläufigen Beta-Version gemeinsam mit dem Entwicklungswerkzeug Xcode 9. Die endgültige Version soll im Herbst 2017 gemeinsam mit iOS 11 veröffentlicht werden.